Zum 90. Geburtstag von Franz Nock

Am 7. August 2026 feiert Franz Nock seinen 90. Geburtstag. Hierzu überbringt der CVA dem Jubilar die herzlichsten Glückwünsche und wünscht weiterhin viele glückliche Momente im Kreise seiner Familie und Freunde.

Franz Nock erblickte am 7. August 1936 im Wohnwagen das Licht der Welt. Die Arena Nock gastierte damals gerade im solothurnischen Kriegstetten. Schon früh machte ihn sein Vater Franz «Nolly» Nock sen. mit der Akrobatik vertraut. Solo oder mit seinen Geschwistern stellte er seine artistischen Talente unter Beweis und erreichte damit nicht nur nationale, sondern auch internationale Bekanntheit. Beim Publikum beliebt waren vor allem die Luftnummern mit seiner Schwester Elvira, die Stuhlpyramiden und Handstandnummern. Mit seinem Bruder Alfredo getraute er sich gar auf den 24 Meter hohen schwankenden Holzmast. Vor allem aus Übersee kamen verlockende Angebote. Doch Franz Nock fühlte sich der Arena und später dem Zeltcircus Nock verpflichtet und lehnte dankend ab.

Abseits des Scheinwerferlichts übernahm er ab den 1960er-Jahren nach und nach mehr Verantwortung in der Führung des Geschäfts. Nach dem Tod seines Vaters trat Franz Nock jun. seine Nachfolge an. Unter seiner Leitung wuchs der Circus Nock zu respektabler Grösse an. Mit 100 Personen, 100 Tieren und über 100 Fahrzeugen war er über Jahrzehnte der einzige Circus der Schweiz, der 60 Orte in allen Sprachregionen bereiste und dabei rund 2‘300 Kilometer zurücklegte. In der Circusbranche genoss Nock einen sehr guten Ruf. Berühmte Clowns wie die Rivels, die Rossyanns, die Chickys, Pierino, Klein Helmut oder Gaston wurden unter Vertrag genommen. Auch bei der Raubtierdressur setzte Nock auf Qualität. René Strickler, Emile Smith, Alfredo Beautour, Jürg Jenny, Tom Dieck und viele andere waren in der Nock-Manege zu sehen. 1989 wurde Franz Nock jun. gar die Ehre zuteil, an der Seite von Fürst Rainier III. von Monaco in der Jury des Internationalen Circusfestivals von Monte-Carlo Einsitz zu nehmen. Um 1970 konnte der Circus Nock sein ständiges Winterquartier in Oeschgen beziehen, das 1985 mit Stallungen und einer Probehalle erweitert wurde. Zu Ehren des neuen Bürgers weihte die Gemeinde offiziell eine Circusstrasse ein.

Nach mehreren Rückenverletzungen widmete sich Franz Nock jun. der Pferdedressur. 1973 heiratete er Verena Hochstrasser (1944-2020). Aus dieser Ehe stammen die Töchter Verena (*1973), Franziska (*1975) und Alexandra (*1977). Zum 150-Jahrjubiläum des Circus Nock im Jahre 2010 übertrug Franz Nock jun. die Circusleitung seinen Töchtern. Trotzdem stand er Tag für Tag mit Rat und Tat zur Seite. Seit der Einstellung des Reisebetriebs Ende 2018 wurde es ruhig um Franz Nock. Umsorgt von seiner Familie lebt er seither am Stammsitz, an der Circusstrasse in Oeschgen. Mit grosser Freude wird er wohl dem Moment entgegensehen, wenn es am 10. Dezember 2026 in Zofingen heissen wird: «Vorhang auf, Bühne frei im Winter Variété Nock.»

Herzlichen Glückwunsch zum 90. Geburtstag lieber Franz Nock und von Herzen alles Gute und viel Lebensfreude.

Filip Vincenz

Bilder: Medienarchiv Filip Vincenz