Netzfund: Busch, Aeros & Berolina 60 Jahre Staatszirkus der DDR

In unserem Netzfund der Woche zeigt der MDR eine sehr interessante Dokumentation über die Staatszirkusse der DDR, welche wie folgt beschrieben wird:

Ein riesiger Eisbär beugt sich nach unten und küsst eine zierliche Frau. Für diese Attraktion wurde die Dresdnerin Ursula Böttcher weltweit gefeiert und sie macht sich sowie den Staatszirkus der sozialistischen Republik damit weltberühmt. Virtuose Akrobaten und legendäre Tierdressuren - die DDR-Regierung leistete sich ein Aushängeschild, mit dem man sich nicht nur in Monte Carlo, Japan und Las Vegas schmücken konnte.

Staatlich subventioniert und kontrolliert feilte der Staatszirkus der DDR, wie er offiziell hieß, alljährlich an neuen Attraktionen. Mit Devisen kauften Busch, Aeros & Berolina exotische Tiere, deren Dressur Renommee versprach, Pflege und Unterhalt im Laufe der Jahre dafür aber Millionen verschlangen.
Der Zirkus der DDR war eine eigene, legendäre Welt, deren Luft auch Schauspieler schnuppern wollten. 1972 versuchte sich Gojko Mitic waghalsig als Löwendompteur oder später Uta Schorn als wilde Reiterin in der Manege.

Der Film von Susanne Köpcke erzählt die Geschichte der Zirkuslandschaft der DDR, eine Geschichte zwischen Nische und Exportschlager.