Ich. Du. Wir. Krone

«Ich. Du. Wir. Krone» lautet das Programm der diesjährigen Winterspielzeit im Circus Krone in München, die am 25. Dezember 2025 begann und bis 12. April 2026 andauern wird. Der grosse Star der aktuellen Produktion kommt aus dem Hause Krone selbst: Alexis Lacey-Krone. Der erst 17-jährige älteste Sohn von Jana Mandana Lacey-Krone und Martin Lacey junior führt nicht nur souverän vier Kamele vor, sondern er stellt auch seine Reitkunst unter Beweis und präsentiert im Zentralkäfig nicht weniger als 13 Löwen – assistiert von seinem Vater, der unauffällig im Hintergrund das Geschehen beobachtet. Der Kuschelmoment am Schluss der Raubtiernummer gehört aber dann doch Martin Lacey junior, der das gegenseitige Vertrauen zwischen Mensch und Tier nicht besser belegen könnte. Tierisch geht es auch bei Jana Mandana Lacey-Krone zu und her. Sie präsentiert eine Ponyfreiheit, während Hans-Ludwig Suppmeier seine Pferdedressur ruhig und unaufgeregt laufen lässt. Zusammen sind sie auch als Schulreiter und in den abwechslungsreichen Reiterspielen zu erleben.

Der humoristische Part erstreckt sich diesen Winter über eine ungewohnt grosse Bandbreite. Zum einen gibt es ein Wiedersehen mit Fumagalli und seinem unverkennbaren Bienchen-Entrée. Zum anderen sorgt Mister Lorenzo vom Zuschauerraum aus für die Reprisen. Viel poetischer und feinfühliger starten I Baccala den Angriff auf die Lachmuskeln. Am Beifall des Publikums zu werten, verfehlen I Baccala die Wirkung im riesigen Kronebau nicht. Im Gegenteil.

Mit Ausnahme von Melanie Chy mit ihrer Handstandequilibristik auf dem Motorrad setzt Krone akrobatisch für einmal weniger auf gestandene Routiniers. William Turnaud balanciert auf der Rola Rola in schwindelerregender Höhe auf einer Schaukel. Die Liazeed Angels vollführen eine für Frauen ungewöhnliche Kür am Reck. Lilla Csepregi beweist, dass auch eine Slackline circustauglich ist. Die Jiming Truppe aus China jongliert Keulen exakt wie ein Uhrwerk bis zum Dreimannhoch. Die Ultra Jumpers aus der Mongolei kombinieren zwei Schleuderbretter mit einer Plattform, was neue Sprungkombinationen zulässt. Und last but not least haben die Flying Royals aus den USA zwei Flugtrapeze übers Kreuz angeordnet. Damit lassen sich auch Sprünge übers Eck ausführen. Doch die meisten Flüge enden im Netz.

Nichtsdestotrotz erhebt sich das Publikum am Schluss der Vorstellung und dankt den Artisten mit stehenden Ovationen für zweieinhalb Stunden Staunen, Nervenkitzel und Lachen.

Der Circus Krone spielt bis 12. April 2026 in München.

Tickets und Infos: https://www.circus-krone.com/winterspielzeit-muenchen/

Bilder & Text: Filip Vincenz