Circus Medrano 2026

Der Circus Medrano von Davide Trentini startete als erster Schweizer Circus bereits im Februar in die Reisesaison 2026. Im Programm begegnen die Zuschauer Artistinnen und Artisten, die nicht das erste Mal in der Schweiz zu sehen sind. Unter ihnen ist der Clown Alan Rossi. Trotz seiner Ungeschicklichkeit kann er in der Manege sein Fahrrad wieder fahrtüchtig machen und gewinnt auf diese Weise die Sympathie der Kleinen und Grossen. Als zweiter Spassmacher wurde Rudi Brukson mitsamt seiner Familie unter Vertrag genommen. Mittlerweile sind seine Kinder im Erwachsenenalter und beeindrucken mit eigenständigen Acts. Die Tochter Elena zeigt eine anspruchsvolle Tuchnummer mit nicht ungefährlichen Abfallern, während sich ihr Bruder Rico auf eine fehlerfreie Jonglage mit Tennisrackets und -bällen spezialisiert hat. Das Duo YDiL aus La Chaux-de-Fonds setzt die artistischen und dramaturgischen Höhepunkte mit einer Parterreakrobatik und an den Strapaten. Beide Nummern haben das Potential, auch in grösseren Häusern auftreten zu können.

Für den tierischen Part sorgt Anelya Roslyakova mit ihren Hauskatzen im fortgeschrittenen Alter. Dementsprechend kommt die Nummer nicht so recht in die Gänge. Doch angeblich ist eine Nummer mit Jungtieren in Vorbereitung. Im zweiten Programmteil präsentiert die Tierlehrerin ihre Frettchen. Frettchen sind von Natur aus sehr soziale und anhängliche Tiere, was bei dieser Darbietung gut zum Ausdruck kommt. Und als Drittnummer zaubert Anelya Roslyakova schliesslich auch noch Seifenblasen ins Chapiteau. Abgerundet wird das Circusprogramm mit Zopfhang und Kontorsion von Joseyln, sowie mit Aida und seinem Aerial Cube.

Nach der Vorstellung steht das Artistenensemble beim Ausgang Spalier und verabschiedet sich persönlich vom Publikum, ehe es wieder in der Anonymität verschwindet. Denn die Artisten hätten beim Finale durchaus eine namentliche Erwähnung verdient.

Bild und Text: Filip Vincenz